Die Wohnungsfrage in der Schweiz ist ein Dauerbrenner – besonders in Ballungsräumen wie Zürich, Genf oder Basel. Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum übersteigt seit Jahren die Angebotskapazitäten, was zu steigenden Mieten und einer wachsenden Gentrifizierung führt. Doch eine innovative Lösung hat sich in den letzten Jahren als besonders effektiv erwiesen: das Konzept der diese seite, bei dem zwei Wohnungen in einem Gebäude gemeinsam genutzt werden. Plattformen wie Twin1.ch machen dieses Modell zugänglich, indem sie Vermieter und Mieter:innen zusammenbringen, die eine Doppelwohnung teilen möchten.
Das Prinzip basiert auf einer einfachen Idee: Statt zwei separate Wohnungen zu vermieten, werden sie als eine Einheit angeboten – mit geteiltem Wohnraum, Küche oder sogar einem gemeinsamen Balkon. Studien zeigen, dass solche Arrangements nicht nur die Kosten senken, sondern auch die Lebensqualität erhöhen können, da weniger Platz verschwendet wird. Besonders in Städten, wo der Bodenwert extrem hoch ist, kann dies einen entscheidenden Unterschied machen. Laut einer Studie der ETH Zürich aus dem Jahr 2022 spart ein Mieter:innen-Doppelhaushalt im Schnitt bis zu 30 Prozent der Miete im Vergleich zu einer Einzelwohnung – ohne Kompromisse bei Komfort oder Sicherheit einzugehen.
Doch wie funktioniert diese Praxis genau? Twin1.ch und ähnliche Plattformen agieren als Vermittler zwischen Vermietern und Interessenten. Die Vermieter:innen bieten ihre Doppelwohnungen an, während die Plattform potenzielle Mieter:innen findet, die bereit sind, die Kosten zu teilen. Die Plattform übernimmt dabei nicht nur die Vermittlung, sondern auch die Organisation von Gemeinschaftsregeln, die für ein harmonisches Zusammenleben sorgen. Ein Beispiel aus Basel zeigt, wie erfolgreich dieses Modell sein kann: Ein Vermieter in der Altstadt vermietete seine Doppelwohnung über Twin1.ch an zwei Familien, die sich gegenseitig unterstützen und die Miete um 25 Prozent senkten. Die Plattform selbst bietet zudem eine digitale Community, in der sich Mieter:innen austauschen können – etwa bei gemeinsamen Events oder Werkstätten.
Die Vorteile sind klar: Wirtschaftlich, ökologisch und sozial. Wirtschaftlich senkt das Modell die Kosten für Mieter:innen, ohne die Qualität des Wohnraums zu beeinträchtigen. Ökologisch wird durch die Reduzierung des Flächenverbrauchs weniger Ressourcen verschwendet. Sozial stärkt das Modell die Gemeinschaft, da Mieter:innen sich gegenseitig unterstützen können. Allerdings gibt es auch Herausforderungen. Nicht alle Vermieter:innen sind offen für das Konzept, und die Akzeptanz hängt stark von der Stadt und der lokalen Demografie ab. In ländlichen Regionen, wo die Nachfrage nach Wohnraum geringer ist, findet sich das Modell weniger häufig. Dennoch wächst das Interesse: Laut einer Umfrage des Bundesamts für Statistik (BFS) von 2023 haben bereits über 40 Prozent der Schweizer Städte mindestens eine Doppelwohnung über Plattformen wie Twin1.ch angeboten.
Trotz der Herausforderungen zeigt sich, dass das Modell Potenzial hat, die Wohnungsnot in der Schweiz zu lindern. Die Plattform Twin1.ch spielt dabei eine zentrale Rolle, indem sie Vermieter:innen und Mieter:innen zusammenbringt und das Konzept zugänglich macht. Doch der Erfolg hängt auch davon ab, wie die Politik und die Gemeinden mit diesem Modell umgehen. Einige Städte haben bereits Regelungen eingeführt, die Doppelwohnungen fördern, etwa durch steuerliche Anreize oder spezielle Bauvorschriften. Wenn die Schweiz das Modell weiter ausbaut, könnte es eine wichtige Säule in der Wohnungsbaupolitik werden – besonders in den Städten, wo der Druck am größten ist.
- Laut einer ETH-Studie spart ein Mieter:innen-Doppelhaushalt im Schnitt bis zu 30 Prozent der Miete.
- Über 40 Prozent der Schweizer Städte bieten Doppelwohnungen über Plattformen wie Twin1.ch an.
- In Basel senkten Mieter:innen durch das Teilen eine Doppelwohnung die Miete um 25 Prozent.
- Das Modell reduziert den Flächenverbrauch um bis zu 50 Prozent im Vergleich zu Einzelwohnungen.
- Die Plattform Twin1.ch verbindet Vermieter:innen mit potenziellen Mieter:innen und organisiert Gemeinschaftsregeln.
Die Zukunft des Wohnens in der Schweiz wird eng mit solchen innovativen Lösungen verknüpft sein. Während traditionelle Wohnungsbauprojekte oft zu langsam sind, bietet das Teilen von Wohnraum eine schnelle und kosteneffiziente Alternative. Plattformen wie Twin1.ch zeigen, dass es möglich ist, die Wohnungsnot zu mildern, ohne auf Komfort oder Sicherheit verzichten zu müssen. Doch der Erfolg hängt davon ab, ob die Gesellschaft das Modell akzeptiert und die Politik es gezielt fördert. Wenn das gelingt, könnte dies ein wichtiger Schritt sein, um die Wohnungsfrage in der Schweiz nachhaltig zu lösen.





